Harmonien der Welt III: She never told her Love

Sonntag, 31. August 2014
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

„She never told her Love“ - Englische Canzonetten und Schottische Folksongs von Joseph Haydn

mit Dorothee Mields, Sopran und Jan Kobow, Tenor
Lucius Rühl, Hammerklavier

Leider muss das ursprünglich angekündigte Programm „An English Tragicomedy“ geändert werden, weil Stephen Stubbs seine Teilnahme aus familiären Gründen absagen musste. Es bleibt im 3. Konzert der diesjährigen „Harmonien der Welt“ der Fokus dennoch auf England, dem Land der Melancholie und zugleich des sprichwörtlichen britischen Humors. Joseph Haydn, der einige Jahre in London verbrachte, hat eine Vielzahl von Liedern auf Texte englischer Poeten wie Robert Burns und Anne Hunter verfasst. Dorothee Mields und Jan Kobow werden die breite Gefühlspalette dieser Lieder vorstellen, in denen von tief melancholischer Poesie bis hin zu derber Alltagssprache alle Facetten enthalten sind. Daneben werden die beiden renommierten Sänger auch in Duetten von Joseph Haydn und E.T.A. Hoffmann zu hören sein. Am Hammerklavier werden sie von Lucius Rühl begleitet.

Programm:
Joseph Haydn: 2 Kammerduette Hob XXVa:2, London 1796
Saper vorrei che m’ami
Guarda qui che lo verrai

Joseph Haydn: aus Original Canzonettas Hob XXVIa, London 1792/93
The Wanderer
Sympathy
She never told her love
Piercing Eyes

aus “George Thomson’s Collection of Scots Songs and Ballads, with New Accompaniments and Respectable Words”, London 1800
The Sutor’s Daughter
Lady Ann Boswell’s Lament  
Bonnie Lassie, will ye go
Oh Charlie is my Darling
Life is a Dream
The Cottagers 
Jenny’s Bawbee 
An Old Story 
Gramachree 
My Patie is a Lover Gay

PAUSE

Joseph Haydn: Lines from the battle o’ the Nile Hob XXVIb:4, London 1798
Recitative: Ausania, trembling 'midst unnumbered woes

Aria: Blest leader!

Joseph Haydn: aus Original Canzonettas Hob XXVIa, London 1792/93
The Sailor’s Song
Despair
The Spirit’s Song
Content

E.T.A. Hoffmann:  6 Duettini italiani (1812)
Ombre amene
Dove sei mio caro bene?
Vicino a quel ciglio
Viver non potro mai
Vicino a te, ben mio
Ah, che mi manca l’anima


Dorothee Mields
gilt als die führende deutsche Barocksängerin, die bei Publikum und Presse gleichermaßen für ihr besonderes Timbre und ihre bewegenden Liedinterpretationen beliebt ist. Die ätherische Klarheit ihrer Stimme lässt die Inhalte der Lieder anrührend lebendig werden, was die kürzlich mit Dorothee Mields bei Radio Bremen produzierte CD „Anne Hunter´s Salon“ eindrucksvoll belegt. Mit Dorothee Mields arbeiten große internationale Namen der Alten Musik wie das Boston Early Music Festival, das Bachcollegium Japan, Styriarte Graz, Tanglewood Festival, die Nederlandse Bachvereiniging, das Musikfest Bremen sowie Dirigenten wie Ivor Bolton, Frans Brüggen und Hans-Christoph Rademann.

Der in Berlin geborene Tenor Jan Kobow ist der Musikwelt seit seinem 1. Preis beim Leipziger Bachwettbewerb 1998 ein Begriff. Einladungen in viele Länder zeugen davon, so wie von Masaaki Suzuki, Sir John Eliot Gardiner, Sigiswald Kuijken und Nicolaus Harnoncourt. Auf CD ist Jan Kobow u.a. mit den drei Liederzyklen Schuberts (mit Kristian Bezuidenhout und Christoph Hammer) zu hören. Er ist bei diversen Barockopernproduktionen aufgetreten, u. a. im Théâtre de la Monnaie in Brüssel oder im New Yorker Lincoln Center. Besonders beliebt beim Publikum ist er in Buffo-Partien, was auch seine Einspielung von Conradis Oper „Ariadne“ (Aufnahme Radio Bremen) dokumentiert.

Der Pianist Lucius Rühl lebt und arbeitet am Niederrhein und hat wiederholt als Liedbegleiter von Dorothee Mields am Hammerflügel gewirkt. In seiner ständigen Zusammenarbeit mit der Sopranistin Mechthild Bach und dem Schauspieler Michael Schütz hat er bereits verschiedene Konzerte unter dem Titel „Lied & Literatur“ aufgeführt, die sich mit dem Dichter Hermann Hesse und mit dem Komponistenpaar Clara und Robert Schumann befassen.

Die Ausführenden von She Never Told Her Love sind in nebenstehendem Klangbeispiel Dorothee Mields, Gesang, und Ludger Rémy, Hammerflügel

Harmonien der Welt III:  She never told her Love