residenz@sendesaal: Tristan Cornut und Claire Huangci

Freitag, 20. März 2015
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Tristan Cornut - Violoncello
Claire Huangci - Klavier

Programm
Domenico Scarlatti (1685 - 1757) – 5 Sonaten in G-Dur K13, K124, K125, K454, K144
Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) – Pezzo Capriccioso op 62
Franz Schubert (1797-1828) – Sonate für Arpeggione und Klavier a-moll D 821

Pause
Sergei Prokofiew (1891 - 1953)Auszüge aus Zehn Klavierstücke aus “Romeo und Julia” op. 75
Das Mädchen Julia
Lilientanz der Mädchen
Montagues und Capulets  
Claude Debussy
(1862 - 1918) – Sonate für Violoncello und Klavier d-moll
Astor Piazzolla (1921-1992) – Le Grand Tango

Unser zweites Konzert bestreiten zwei Preisträger des renommierten ARD Musikwettbewerbes. Claire Huangci, die im vorletzten Jahr bereits im Sendesaal im Rahmen der Reihe "Auf schwarzen und weißen Tasten" zu hören war, tritt gemeinsam mit Tristan Cornut auf, der seit kurzem auch Solocellist in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist. Es ist immer herrlich für Tanja, wenn sie mit Tristan am Pult zusammen spielen und seinen vollen Celloton direkt in den Ohren haben kann - jetzt freuen wir uns , ihn " von außen " genießen zu können und das mit einem Programm , das lauter Highlights der Celloliteratur der letzten Jahrhunderte vereint.
Tanja Tetzlaff/Florian Donderer


Tristan Cornut, geboren in Paris,  erhielt seinen ersten Cellounterricht bei Annie Cochet. Er studierte am  Pariser Konservatorium bei Roland Pidoux und an den Musikhochschulen Stuttgart und Freiburg bei Jean-Guihen Queyras.
   
Er wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. bei dem Lutoslawski-Wettbewerb, dem Domnick-Wettbewerb, dem Gaspar Cassado Wettbewerb und dem ARD-Musikwettbewerb, wo er Claire Huangci kennenlernte. Als Kammermusiker musizierte er an der Seite von Antonio Meneses, Salvatore Accardo, Bruno Giuranna und Miguel da Silva und ist Preisträger der Kammermusik Wettbewerbe Melbourne und Trondheim.
   
Tristan trat als Solist auf u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Ensemble Resonanz, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonisches Orchester Tokyo. 
Seit 2012 ist er Solocellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Claire Huangci
Die junge amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung (geb. 1990) hat die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, längst hinter sich gelassen und überzeugt durch ausgeprägte künstlerische Reife, mit der sie ihr Publikum in den Bann zu ziehen weiß. Sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke, spielerische Virtuosität mit künstlerischer Sensibilität. Und so versteht sie auch ihr ganzes Schaffen: Sie möchte „Musik machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte.“
Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – zuletzt erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb (2011). Sie selbst sagt allerdings, dass sie über ihren künstlerischen Werdegang lange unentschlossen blieb. Erst im späten Teenageralter fühlte sie sich mehr und mehr zu dem Instrument berufen. Einen exakten Augenblick für diese Wendung habe es nicht gegeben, sondern viele kleine Momente, die diese dauerhafte, heute fast symbiotische Bindung bewirkten. Wichtige Impulse erhielt sie dabei von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Musikhochschule Hannover wechselte.
Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dem sie zunächst ambivalente Gefühle verband. Seinen halsbrecherischen Etüden stand sie anfangs skeptisch gegenüber, verliebte sich aber in seine Balladen und Sonaten. Genau dieser Musik verdankt Claire Huangci auch ihren künstlerischen Durchbruch: Im Oktober 2009 erhielt sie den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt, im Februar 2010 den 1. Preis und alle Sonderpreise beim Chopin-Wettbewerb in Miami. So galt Claire Huangci 19-jährig bereits als ausdrucksstärkste Chopin-Interpretin ihrer Generation.
Längst sind reine Chopin-Programme passé und Claire Huangci hat sich zu einer vielseitigen und gefragten Musikerin entwickelt. Ihr ungewöhnlich breites Repertoire und ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie bei der Arbeit mit Orchestern wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), Sinfonieorchester Berlin, Münchner Kammerorchester, China Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, Indianapolis Symphony, Santa Fe Symphony, Moscow Radio Symphony und Istanbul State Symphony. Mit dem Staatsorchester Darmstadt präsentierte sie äußerst erfolgreich die Uraufführung von Cord Meijerings Klavierkonzert ISIS und zu den Highlights der Saison 2014/15 gehört ihr Auftritt mit dem Mozarteum Orchester Salzburg. Claire Huangci hat bereits in internationalen Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und Symphony Hall Osaka gastiert sowie bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Lodz Rubinstein Festival, Menuhin Festival Gstaad, Mozartfest Würzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem MDR Musiksommer und den Schwetzinger Festspielen.
Mit ihrer Debüt-CD, die 2013 im Sendesaal aufgenommen wurde und Einspielungen von Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew enthält, präsentiert sich Claire Huangci als eigenständige und beeindruckende Künstlerin

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