konzert im dunkeln: Alan Broadbent

Sonntag, 22. März 2015
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Alan Broadbent - Klavier

Alan Broadbent gehört zu den großen Jazz-Pianisten und Jazz-Arrangeuren. Er spielte lange Jahre in Charlie Hadens 'Quartet West', das er mit seinem filigranen und zugleich mühelos wirkenden Spiel mitprägte. Mit zwei Grammys ist er bisher ausgezeichnet. Berühmt geworden ist der 67-Jährige vor allem mit seinen improvisierten Klavier-Soli und seinen Interpretationen von Jazz-Standards.
Zu Alan’s 67. Geburtstag ist 2014 die mit der NDR Bigband aufgenommene CD 'America the Beautiful' erschienen. Der Titel ist der Dank Alan’s an ein Land und seine Menschen, die ihm ein "Leben in Musik" ermöglichen. Alan wurde in Neuseeland geboren und kam als Neunzehnjähriger in die Staaten nach Boston. In den dortigen Clubs gastierten damals die wichtigsten Musiker des Jazz. "Jede Woche war was los", erinnert sich Broadbent. "Miles kam mit drei Pianisten: Chick Corea, Herbie Hancock und Wynton Kelly. Bill Evans war mindestens einmal im Vierteljahr da. Dann saß ich unter dem Flügel!"
Von seinen 15 CDs unter eigenem Namen erhielten vier Grammy-Nominierungen, drei davon für 'Best Improvised Jazz Solo'. Für das Solo-Album 'Heart to Heart' erhielt er 2013 die seltene 5-Sterne-Bestwertung vom US-Magazin 'Downbeat' und vom britischen 'Jazz Journal'. Sein Solokonzert 2012 auf dem St. Emilion Jazz Festival wurde vom Magazin 'Jazzman' zum besten Solokonzert des Jahres in ganz Frankreich gewählt.

Alan arbeitet ebenfalls als Arrangeur, Dirigent und Komponist. Er war mit Natalie Cole auf Tour, er ist Diana Krall‘s Leiter für ihre Orchesterkonzerte. Er schrieb Streicher-Arrangements für Paul McCartney’s Grammy Award Album 'Kisses on the Bottom' mit dem London Symphony Orchestra. Zwei Grammys hat er für seine herausragende Arbeit als Arrangeur erhalten, einen für die orchestrale Untermalung von Natalie und Nat King Coles 'When I Fall In Love', den anderen für Shirley Horns Interpretation von Leonard Bernsteins 'Lonely Town'. Der Grund für diesen Erfolg liegt wahrscheinlich darin, dass Alan wie kaum ein anderer es versteht, versteckte Emotionen aus bekannten Stücken hervorzuholen.

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