Harmonien der Welt II: Special Night

Freitag, 23. September 2016
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

special night: 50 Jahre celestial harmonies

Peter Michael Hamel "MANDALA" 1972/2016 (Hans Otte gedenkend)
Prepared Piano Performance

DAMSAZ DUET
Hamid Motebassem -Tar 
Samira Golbaz - Tar:
"PARVANEH" (Der Schmetterling)
Improvisationen und Kompositionen von Hamid Motebassem

ASIAN ART ENSEMBLE : "SHIM" (Herz)
Musik für Sheng, Daegum, Koto, Janggu, Violine, Viola, Cello, Baß, und Klavier

Vor 50 Jahren nahm Eckart Rahn seine erste Jazz-Schallplatte auf, als frischer Schulabbrecher von der Vision getrieben, dass nur Musik Lebenserfüllung sein könne. "Swinging Macedonia" entstand ohne die Sicherheit, ein Label für die Produktion zu finden, schlug aber bei Philips voll ein. Folgerichtig baute Rahn kurz danach sein eigenes Label "Kuckuck" auf, wechselte 1980 in die USA  und gründete dort "celestial harmonies". Als einer der ersten weltweit veröffentlichte er 1981 eine digitale Compact Disc. Nach und nach erweiterte er den Jazz-Katalog des Labels mit New Age, Weltmusik, und Klassik. Die australische Presse nannte ihn den "Indiana Jones of music".

Rahns Credo über nun 50 Jahre: "Wer eine andere Kultur verstehen möchte, für den bietet Musik den optimalen Zugang." Im heutigen Konzert kommen Musiker aus Iran, Japan, Korea, China, und Deutschland zusammen, um 50 Jahre "celestial harmonies" zu feiern.

Peter Michael Hamel
 "MANDALA"
Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten John Cage Anfang der 1970er Jahre auch bei Hans Otte in Bremen ("Pro Musica Nova") hat den damals 25jährigen PMH zu seiner eigenen Klavierpräparation inspiriert, erstmals 1972 präsentiert mit der Aufführung seines "Mandala".  Es handelt sich auch nach 45 Jahren in jeder Aufführung um eine andersartige Version dieses "work in progress". Durch die Präparation des Flügels und die repetitive "minimalistische" Spielweise ergeben sich immer wieder neue Klänge.

DAMSAZ DUET  "PARVANEH"
Die persische Tar ist das charakteristische Instrument der klassischen Musik Irans. Hamid Motebassem gründete seit seiner Emigration 1986 mehrere Ensemble für persische Musik in Europa und spielt die durch einen metallischen, leicht vibrierenden Klang charakterisierte tar auch als Virtuose in zahllosen Werken zeitgenössischer iranischer Komponisten. In 2012 gab er mit seinem Mezrab Ensemble ein vielbeachtetes Konzert in der Bremer Glocke.

ASIAN ART ENSEMBLE 
"SHIM"
Als "Ensemble für Neue Weltmusik" ist das AAE weltweit einzigartig in seiner Kombination von traditionellen asiatischen und europäischen Instrumenten. Mittels neu komponierter Werke und in Improvisationen begeistern die Musiker durch die Verbindung der unterschiedlichen Tonsysteme und rhythmischen Energien, der Instrumentenfarben und der melodischen Motivik der Kontinente, bis dem Zuhörer die Bedeutung von Zeit und Raum aufgehoben scheint. 2012 erhielt das AAE den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

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