Detmolder Kammerorchester

Mittwoch, 22. November 2017
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Detmolder Kammerorchester
Olivia Vermeulen
- Mezzosopran
Alfredo Perl - Leitung
Programm:
Claude Debussy: Prélude a l'après midi d'un faune
Maurice Ravel: Trois poèmes de Stéphane Mallarmé
György Ligeti: Kammerkonzert
Witold Lutoslawski: Dance Preludes (Fassung von 1959)
Luciano Berio: Folks Songs für Mezzosopran und sieben Instrumente

Moderne Musik für Kunstfreunde

Seit mehreren Spielzeiten widmet sich das Detmolder Kammerorchester (DKO) unter Leitung seines Künstlerischen Leiters Alfredo Perl Werken aus dem Fundus des von Arnold Schönberg 1918 gegründeten „Verein für musikalische Privataufführungen“. Dessen Ziel war es, „Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen.“ Das wiederum hat sich das DKO für seine Besuche im Sendesaal Bremen zur Maxime gesetzt. Für alle Liebhaber der Modernen Musik bietet das Ensemble seit mehreren Jahren programmatische Einblicke in das reichhaltige Repertoire der im Schönberg‘schen Zirkel zur Aufführung gelangten Kompositionen. Die Besonderheit dieser Werke liegt in ihrer Besetzung. Es sind Bearbeitungen für Kammerorchester ursprünglich umfangreich besetzter, meist sinfonischer Werke. Nach Mahlers 4. Sinfonie, dem Lied von der Erde, für dessen CD-Einspielung das DKO 2015 einen ECHO-Klassik erhielt, und dem Violinkonzert von Max Reger bringt das DKO am 22. November 2017, 20Uhr, nun die kammermusikalische Bearbeitung von Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune. Die sinfonische Dichtung referiert sich auf das gleichnamige Gedicht von Stéphane Mallarme wie auch die Trois poèmes de Stéphane Mallarmé von Maurice Ravel, die ebenfalls auf dem Programm stehen. Auch György Ligeti greift für sein Kammerkonzert auf eine kammermusikalische Formation zurück. Jedes Instrument behandelt er wie einen Solisten, so dass jeder einzelne Musiker im Ensemble dankbare Aufgaben hat. Aber auch für das Publikum ist dieses Werk ein Faszinosum, das Interpreten und Zuhörer unmittelbar fesselt, obwohl es extrem komplex ist.