Liederabend Gerhild Romberger

Sonntag, 12. November 2017
Kasse 17:00, Beginn 18:00 Uhr

„Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“
Gerhild Romberger
- Mezzosopran
Alfredo Perl - Klavier

Das „Fin de Siècle“ war in ganz Europa eine Zeit der verlockenden Vielfalt prallen, urbanen Lebens, ein Nebeneinander von beschwingter Lebenslust, von apokalyptischer Endzeitstimmung und Vorahnungen des ersten Weltkrieges.
An der Wegkreuzung zahlreicher sich entwickelnder Kompositionsmöglichkeiten entfaltet sich ein musikalisch vielgestaltiges Abbild in dem Liedschaffen der befreundeten Wiener Komponisten Erich Wolfgang Korngold, Gustav Mahler, Franz Schreker und Alexander von Zemlinsky, das eine legendäre Epoche wieder lebendig werden lässt.

Programm:
Gustav Mahler:
Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald (aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Erinnerung (Richard Leander)

Des Antonius von Padua Fischpredigt (aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Urlicht (aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Franz Schreker:
Fünf Gesänge für tiefe Singstimme und Klavier
Ich frag' nach dir jedwede Morgensonne (aus "Tausend und ein Nächten")

Dies aber kann mein Sehnen nimmer fassen (Edith Ronsperger)

Die Dunkelheit sinkt schwer wie Blei (Edith Ronsperger)

Sie sind so schön, die milden, sonnenreichen (Edith Ronsperger)

Einst gibt ein Tag mir alles Glück zu eigen (Edith Ronsperger)

Alexander von Zemlinsky
Sechs Gesänge nach Maurice Maeterlinck
Die drei Schwestern

Die Mädchen mit den verbundenen Augen 

Lied der Jungfrau

Als ihr Geliebter schied 

Und kehrt er einst heim 

Sie kam zum Schloss gegangen

Erich Wolfgang Korngold
Lieder des Abschieds op. 14
Sterbelied "Lass, Liebster, wenn ich tot bin" (Christina G. Rossetti, deutsch von Alfred Kerr)

Dies eine kann mein Sehnen nimmer fassen (Edith Ronsperger)

Mond, so gehst du wieder auf (Ernst Lothar)

Gefasster Abschied "Weine nicht, dass ich jetzt gehe" (Ernst Lothar)

Gerhild Romberger ist im Emsland geboren und aufgewachsen. Die Altistin hat sich in ihrem Singen immer auf den Konzertgesang konzentriert, Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Liederabende unterschiedlichster Thematik sowie die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Detmold, wo sie seit langem als ungemein beliebte Lehrerin eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik innehat.

Der chilenische Pianist Alfredo Perl ist seit 1991 regelmäßiger Gast im Sendesaal. Mehr als 25 CDs mit Solorepertoire und Kammermusik hat er hier eingespielt und bei Arte Nova, Labels Oehms Classics, celestial harmonies u.a. veröffentlicht. Der in Berlin lebende Pianist ist seit 2009 als Professor für Klavier an der Detmolder Musikhochschule tätig. Als Dirigent des Detmolder Kammerorchesters bringt er zudem seit einigen Jahren selten aufgeführte Orchesterwerke in den Bremer Sendesaal.