konzert im dunkeln: Andreas Schaerer

Donnerstag, 07. Dezember 2017
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Andreas Schaerer - Stimme

In diesem Konzert im Dunkeln ist eine der eindrucksvollsten, zugleich experimentellsten und seelenvollsten Stimmen zu erleben, die es in der Welt momentan gibt. Der äußerst kreative Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer,  manchen vielleicht bekannt von seiner Gruppe "Hildegard lernt Fliegen", steckt in vielen Projekten, vom intimen Duo bis zu symphonischen Besetzungen, und beherrscht mit großer Leichtigkeit alles von Geräuschen über BeatBoxen bis zu hinreißenden Melodien. Aber der heutige Abend ist eine Premiere in doppelter Hinsicht: es ist nicht nur Andreas Schaerers erstes Solokonzert sondern auch sein erstes Konzert in völliger Dunkelheit.

Andreas Schaerer
wird 1976 in Visp geboren. Seine Kinder- und Jugendjahre verbringt er in Walliser Tälern, auf Alpen beim Schafe hüten, an der Berner Aare in den Hügeln des Emmentals und schliesslich im altehrwürdigen Lehrerseminar Hofwil.

Bereits in frühen Kindesjahren experimentiert er oft stundenlang mit seiner Stimme. Auf dem heimischen Kassettenrekorder entstehen erste Hörspiele und Kompositionen wie z.B "Duo für Nähmaschine und Mundharmonika". Erste Bühnenerfahrungen sammelte er in Teenagerjahren als Gitarrist, in der seinerzeit legendären Punkband "Hektor lebt".

Nach zwei ausgedehnten Reisen in Süd- und Zentralamerika, beginnt er 2000 das Studium an der Hochschule der Künste in Bern, welches er 2006 abschliesst. Er studiert Gesang bei Sandy Patton und Denise Bregnard, sowie Komposition bei Klaus König, Christian Henking und Frank Sikora.

2007 gründet er gemeinsam mit Marc Stucki und Benedikt Reising die Berner Jazzwerkstatt. Dieses Kollektiv versteht sich als Kommunikationspunkt, der Musiker und Komponisten verschiedener stilistischer als auch geografischer Herkunft zusammenführt und einen künstlerischen Austausch fördert.

Als Sänger spielt er regelmässig mit seinen eigenen Projekten. Allen voran mit seinem Sextett "Hildegard Lernt Fliegen", im Duo mit Bänz Oester oder Lucas Niggli. Im Trio mit den beiden Wiener Musikern Martin Eberle und Peter Rom, in Zusammenarbeit mit dem klassischen „ARTE“ Saxophonquartett, sowie mit "Das Beet". Daneben ist er ein gefragter Studiomusiker und Komponist und arbeitet in diversen Stilrichtungen von freier Musik über Hip-Hop bis hin zur Vertonung von Computergames.

2008 gewinnt er mit seinem Sextett "Hildegard Lernt Fliegen" den 1.Preis des renommierten ZKB Jazzpreises. 2009 und 2010 arbeitet er zweimal auf Einladung von Bobby McFerrin, im Rahmen der improvisierten Oper „Bobble“ mit diesem zusammen, diese Kooperation prägt ihn nachhaltig und es ergibt sich dass er im Rahmen des Cully Jazzfestivals 2012 wieder gemeinsam mit Bobby McFerrin auf der Bühne steht.

2011, 2012 und 2014 ist er mit seinem Sextett "Hildegard lernt fliegen" im Programm der prioritären Jazzförderung der Pro Helvetia und erreicht 2014 das Finale des BMW Welt JazzAwards.

Seine Konzerte und Tourneen führen in nach ganz Europa, China, Russland und Südafrika.

Er arbeitet und performt unteranderem mit Bobby McFerrin, Soweto Kinch, Bänz Oester, Lucas Niggli, Anton Goudsmit, Barry Guy, Mars Williams, Kalle Kalima, Christy Doran’s New Bag, The Ploctones, Kaspar Ewald's Exorbitantes Kabinett, Colin Vallon, Elina Duni, u.v.a.

Andreas Schaerer unterrichtet seit 2010 im Rahmen einer Dozentur an der Hochschule der Künste in Bern Jazzgesang, Improvisation und Ensemblespiel.