Produktionskonzert: Iris Trio

Samstag, 14. April 2018
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Iris Trio
Christine Carter
 - Klarinette
Molly Carr - Viola
Anna Petrova - Klavier

Christine CarterMolly Carr und Anna Petrova begannen ihre künstlerische Zusammenarbeit in New York während des Studiums an der Juilliard und der Manhattan School of Music. Dem Debüt des Iris Trio im deutschen Konsulat in New York folgte eine Einladung zum renommierten Mozartfest Würzburg im Jahr 2014. Dort arbeitete das Trio mit dem Komponisten Christof Weiß zusammen und brachte sein Klaviertrio „Gespräch unter Freunden“ in der Würzburger Residenz zur Uraufführung. Seitdem trat das Trio mit verschiedenen Programmen auf, welche unter anderem Werke von Schumann, Kurtág, Bruch und Mozart beinhalteten. Die Musikerinnen lehren an renommierten Hochschulen in Kanada und den USA und haben bereits in Konzerthallen wie der Carnegie Hall und dem Opernhaus in Sydney gespielt.

Hommage und Inspiration
In diesem Konzert greifen Vergangenheit und Gegenwart in Gestalt zweier Werkpaare auf faszinierende Weise ineinander. György Kurtág spielt mit seiner Hommage à R. Sch. auf die farbige Ideenwelt von Schumanns Märchenerzählungen an, indem er durch seine einzigartige Klangsprache die Gestik vergangener Stile wiederbelebt. In ähnlicher Weise bezieht sich Christof Weiß’ Klaviertrio Gespräch unter Freunden, ein Kompositionsauftrag des Mozartfestes Würzburg, auf Mozarts Kegelstatt-Trio und reflektiert dabei in erster Linie den persönlichen und kommunikativen Charakter der „musikalischen Unterhaltung“ – ein Gestus, der die gesamte Kammermusik durchdringt und auf besondere Weise prägt.
 

Programm:
Robert Schumann (1810-1856): Märchenerzählungen, Vier Stücke für Klarinette, Viola und Klavier Op. 132 (1853)
György Kurtag (*1926): "Hommage à R. Sch." 15d (2003)
Christof Weiß (*1986): Drittes Klaviertrio „Gespräch unter Freunden“ (2014)
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Trio Es-Dur KV 498 "Kegelstatt" (1786)

“Das sind die glücklichen Momente im Konzertleben: Ein neues Werk aus der Taufe zu heben, wie jetzt Christof Weiß’ Drittes Klaviertrio „Gespräch unter Freunden“. Vom Mozartfest Würzburg beauftragt als Antwort auf Mozarts Kegelstatt-Trio ist es dem Komponisten gelungen, ein Kammermusikwerk von großer Intimität und spannungsreicher Dichte zu schreiben. Die drei Interpretinnen aus New York haben sich sensibel und klangschön auf die erzählende Tonsprache eingelassen und dabei auch die hohen technischen Anforderungen bravourös gemeistert. Definitiv Musik und Musikerinnen, die einladen zum Wiederhören.“
~ Evelyn Meining, Intendantin des Mozartfestes Würzburg


Klarinettistin Christine Carter spielte bereits in den renommiertesten Konzertstätten der Welt, von der Carnegie Hall bis zum Opernhaus in Sydney. Zu den jüngsten Höhepunkten gehören Kammermusikkonzerte im Mozarthaus Wien, dem Pálffy Palast in Prag, dem deutschen Konsulat und dem Nicholas Roerich Museum in New York City. Sie wirkte als Artist-in-Residence beim Mozart Festival Würzburg, dem Málaga Clásica Festival (Spanien), dem Shenzhen International Woodwind Festival (China) und absolvierte fünf Spielzeiten mit dem Dark by Five Crossover Ensemble bei Gros Morne Summer Music in Neufundland, Kanada.

Christine blickt auf umfangreiche Auftritte als Orchestermusikerin, u.a. mit der New World Symphony, dem Montréal Symphony Orchestra, dem Newfoundland Symphony Orchestra, dem YouTube Symphony Orchestra, dem National Repertory Orchestra, dem Castleton Festival Orchestra, und als Aushilfe mit dem Metropolitan Opera Orchestra zurück. Sie spielte unter einigen der weltbesten Dirigenten, wie Lorin Maazel, Michael Tilson Thomas, Kent Nagano, Fabio Luisi und Pablo Heras-Casado, sowie im Konzert mit den Oscar-Gewinnern, Dame Helen Mirren und Jeremy Irons.

Christine hält einen Bachelor of Music von der Western University in London (Kanada), einen Master of Music von der McGill University in Montreal (Kanada) und einen Doctor of Musical Arts von der Manhattan School of Music in New York City (USA) wo sie vier Jahre lang das Holzbläserlabor unterrichtete. Mittlerweile ist sie Professorin für Klarinette und Saxophon an der Memorial University in St. John’s in Kanada. www.christine-carter.com


Bratschistin Molly Carr, die vom STRAD Magazin für ihren “hinreißenden Klang” gelobt wurde, machte ihr New Yorker Solodebüt in der Alice Tully Hall mit dem Juilliard Orchester unter Xian Zhang. 2008 gewann sie den 1. Preis bei der Primrose International Viola Competition. Als gestandene Solo- und Kammermusikerin spielte sie Konzerte quer durch die USA, in Kanada, Mexiko, Europa, Israel und Südostasien. Sie ist Bratschistin des Marlboro Music Festivals und spielte u.a. beim Ravinia Steans Institute, bei Music@Menlo, bei Málaga Clásica (Spanien), beim internationalen Musikfestival in Bari (Italien), beim Kammermusikfestival Brüssel (Belgien), beim Mozartfest Würzburg, beim Kammermusikfestival Nevada (USA) und beim Perlman Music Program (USA). Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Itzhak Perlman, Carter Brey, Peter Wiley, Ida Kavafian, Pamela Frank, Donald und Alisa Weilerstein, dem Orion Quartet und dem American Quartet führten zu Auftritten in der  Carnegie Hall, dem Lincoln Center, dem New York Metropolitan Theatre, dem Chicago Symphony Center (alle USA), und dem Musikzentrum Jerusalem (Israel).

Molly, die in Reno im Bundesstaat Nevada aufgewachsen ist, hält einen Bachelor of Music und einen Master of Music von der Juilliard School, wo sie mit Heidi Castleman, Steven Tenenbom, Pinchas Zukerman und Patinka Kopec studierte. Sie ist Mitglied des Solara Quartetts, dem Hausquartett der University of Notre Dame und ehemaliges Mitglied des Serafin Quartetts. Molly spielte die Bratschensonate und die frühen Kammermusikwerke von Jennifer Higdon auf NAXOS ein und wird 2017 zusammen mit dem Pianisten Josu de Solaun Enescu’s Konzertstücke für Viola und Piano und das Pianoquartett Op. 16, ebenfalls für NAXOS, aufnehmen.

Molly lehrt Bratsche im Juilliard Jungstudentenprogramm und an der Academia Ivan Galamian in Málaga, Spanien und wirkt als künstlerische Leiterin des Projekts, Music Heals Us, einer klassischen Kammermusikreihe, die interaktive klassische Konzertaufführungen mit dem Ziel, älteren, behinderten, straffälligen und obdachlosen Menschen Mut und Heilung zu geben, präsentiert.


Die bulgarische Pianistin Anna Petrova wurde für ihre „prägenden Aufführungen“ von „herausragender technischer Beherrschung und kraftvoller Klangkontrolle“ (Levante, Spanien) ausgezeichnet. Anna, die Preisträgerin einer Vielzahl von internationalen Wettbewerben, u.a. der José-Roca-, Val-Tidone- and Maria-Yudina Wettbewerbe ist, war Halbfinalistin beim Queen-Elizabeth-Wettbewerb, wo sie als Solistin mit dem Königlich Wallonischen Kammerorchester unter Paul Goodwin auftrat.

Bei ihrem nordamerikanischen Orchesterdebüt mit dem Dirigenten, Philippe Entremont wurde Anna vom New York Fine Arts Examiner für ihre „äußerst geschmeidige Spielweise“ gelobt. Weitere Dirigenten, mit denen sie arbeitete, umfassen JoAnn Falletta, Max Bragado-Darman, Bruno Aprea, Ramón Tébar, und Francisco Valero-Terribas.

Anna arbeitet umfangreich als Kammermusikerin. Zu ihren jüngsten Engagements gehören Aufenthalte beim Virginia Arts Festival (USA), beim Mozartfest in Würzburg, bei Málaga Clásica (Spanien) und beim Music@Menlo Festival in Kalifornien. Sie spielte Solokonzerte in Hallen wie dem Concertgebouw in Amsterdam, dem königlichen Konservatorium in Brüssel, der Carnegie Hall, der Preston Bradley Hall in Chicago, dem Saal der slowakischen Philharmonie in Bratislava, dem Bösendorfersaal in Wien, und dem Auditorio Ciudad de Leon and Palau de la Musica in Valencia (Spanien).

Anna hält einen Bachelor, Master und Doctor of Musical Arts von der Manhattan School of Music in New York City, wo sie bei Horacio Gutierréz und André-Michel Schub studierte. Ihre Aufführungen wurden von NPR, WQXR, WFMT (USA) und dem bulgarischen Staatsfunk und -fernsehen gesendet. Ihre Aufnahme von Stravinskys Les Noces wurde 2016 auf NAXOS veröffentlicht und im Moment arbeitet sie an einer Aufnahme der Klaviersonaten des russischen Komponisten, Samuil Feinberg, für das gleiche Label. Mittlerweile lebt sie in Houston, Texas, wo sie kürzlich einen Lehrauftrag an der Sam Houston State University angenommen hat.
http://www.annapetrovapianist.com

 
Mit freundlicher Unterstützung des Canada Council for the Arts, der im letzten Jahr 153 Millionen Dollar in die Kulturförderung investiert hat.
Mit freundlichen Unterstützung durch ArtsNL, dem Kulturförderprogramm der Provinz Neufundland und Labrador, das im letzten Jahr 2.5 Millionen Dollar in die Förderung der Künste investiert hat.