Artemis Quartett mit Elisabeth Leonskaja

Montag, 21. Mai 2018
Kasse 19:00, Beginn 20:00 Uhr

Elisabeth Leonskaja - Klavier und das
Artemis Quartett
Vineta Sareika
- Violine
Anthea Kreston -Violine
Gregor Sigl - Viola
Eckart Runge - Violoncello

Programm:
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Klavierquintett op. 57 in g-moll
1. Satz: Prélude: Lento - Poco più mosso
2. Satz:  Fugue: Adagio
3. Satz: Scherzo: Allegretto
4. Satz: Intermezzo: Lento
5. Satz: Finale: Allegretto


— Pause —

Antonín Dvořák (1841-1904)
Klavierquintett op. 81 in A-Dur
1. Satz: Allegro ma non tanto
2. Satz: Dumka. Andante con moto - Vivace
3. Satz: Scherzo (Furiant). Molto vivace - Trio. Poco tranquillo
4. Satz: Finale. Allegro

Mit der "Grand Dame des Klaviers“, Elisabeth Leonskaja, verbindet das Artemis Quartett eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft. Dieses Produktionskonzert bildet den Abschluss der mehrtägigen Produktion einer gemeinsamen CD für das Label ERATO mit Werken von Schostakowitsch.

Das Artemis Quartett gastiert seit mehr als 20 Jahren in allen großen Musikzentren und internationalen Festivals in Europa, den USA, Asien, Südamerika und Australien. Eigene Zyklen gestaltet das Ensemble seit 2004 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, seit 2011 im Wiener Konzerthaus (gemeinsam mit dem Belcea Quartet)
und ab der Saison 2016/17 im Prinzregententheater in München. Das in Berlin ansässige Quartett wurde 1989 an der Musikhochschule Lübeck gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Quartettformationen. Wichtige
Mentoren waren Walter Levin, Alfred Brendel, das Alban Berg Quartett, das Juilliard Quartet und das Emerson Quartet.

Erste Preise beim ARD Wettbewerb 1996 und ein halbes Jahr später beim ’Premio Borciani’ bedeuteten für das Artemis Quartett den internationalen Durchbruch. Dennoch folgten die vier Musiker 1999 einer Einladung des  Wissenschaftskollegs zu Berlin, um ihre Studien als Ensemble zu vertiefen und im interdisziplinären Austausch mit renommierten Wissenschaftlern erweitern zu können. Mit dem Debüt in der Berliner Philharmonie wurde die Konzerttätigkeit wieder aufgenommen. 2003 zeichnete der Verein Beethoven Haus Bonn das Artemis Quartett für seine Verdienste um die Interpretation der Werke Beethovens mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

Die Zusammenarbeit mit Musikerkollegen war dem Ensemble von Anfang an eine wichtige Inspiration. So war das Quartett mit Musikerpersönlichkeiten wie Sabine Meyer, Elisabeth Leonskaja, Juliane Banse und Jörg Widmann auf Tournee. Die künstlerische Zusammenarbeit mit einigen Partnern ist auf diversen Einspielungen dokumentiert wie z.B. die Klavierquintette von Schumann und Brahms mit Leif Ove Andsnes, das Schubert Quintett mit Truls Mørk oder die ’Verklärte Nacht’ von Arnold Schönberg mit Thomas Kakuska und Valentin Erben vom Alban Berg Quartett.
Seit 2005 nimmt das Artemis Quartett exklusiv für Virgin (heute Erato/Warner) auf und blickt inzwischen auf eine umfassende Diskographie zurück. Die Einspielungen des  Ensembles wurden mehrfach mit dem ’Preis der Deutschen Schallplattenkritik’, dem ’Gramophone Award’ und dem ’Diapason d’Or’ ausgezeichnet. Die Gesamtaufnahme der Beethoven Streichquartette wurde 2011 mit dem bedeutenden französischen ’Grand Prix de l'Académie Charles Cros’ gewürdigt. Viermal wurde das Quartett mit dem ’ECHO–Klassik’ geehrt, zuletzt 2015 und 2016 mit der Einspielung von Werken Mendelssohn-Bartholdys sowie mit dem seinem im Juli 2015 tragisch verstorbenen Bratschisten Friedemann Weigle gewidmeten Album der Brahms-Quartette op. 51/1 und op. 67. Im Herbst 2018 erscheint das neue Album mit Werken von Dimitri Schostakowitsch, u.a. seinem Klavierquintett mit Elisabeth Leonskaja, das gerade im Sendesaal entsteht.

Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik ist für das Ensemble seit seinem Bestehen ein wichtiger Teil des künstlerischen Selbstverständnisses, nicht zuletzt auch um den Blick für das Neue in etablierter Musik zu schärfen. Komponisten wie Mauricio Sotelo (2004), Jörg Widmann (2006), und Thomas Larcher (2008) schrieben Werke für das Artemis Quartett. 2014 fand in Frankfurt die Uraufführung eines Konzerts für Quartett und Orchester von Daniel Schnyder statt. 2015 riefen die Musiker einen eigenen Kompositionswettbewerb ins Leben. Der Preisträger Eduard Demetz wurde im November 2015 gekürt und sein Streichquartett Nr. 2 ‚Broken Islands’ erlebte im Mai 2016 in Berlin eine enthusiastisch aufgenommene Uraufführung. Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit sind die vier Musiker Professoren an der Universität der Künste in Berlin und an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel.